Meßkirch – Wie verhalte ich mich in einer Krisensituation? Was ist im Notfall zu tun? Antworten auf diese Fragen erhielten vergangene Woche (am 7. Mai) die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen der Haupt- und Realschule sowie des Gymnasiums in Meßkirch beim gemeinsamen Katastrophenschutztag.
Ziel des Aktionstages ist es, Kinder und Jugendliche frühzeitig auf Krisen- und Gefahrenlagen vorzubereiten und ihnen Handlungssicherheit zu vermitteln. Dabei steht nicht die Angst vor Katastrophen im Vordergrund, sondern der richtige und ruhige Umgang mit außergewöhnlichen Situationen – ähnlich wie bei Feueralarmübungen oder dem Erste-Hilfe-Unterricht.
Die Begrüßung der Schülerinnen und Schüler fand in der Sporthalle durch die Schulkoordinatorin des DRK-Kreisverbands Sigmaringen, Johanna Mater, statt. Anschließend wurden die Teilnehmenden in sechs Gruppen eingeteilt und durchliefen einen abwechslungsreichen Parcours mit verschiedenen Stationen.
Das DRK Meßkirch übernahm dabei drei praktische Stationen. Beim Trageparcours konnten die Schülerinnen und Schüler den Umgang mit einer Schaufeltrage sowie einer Krankentrage kennenlernen und selbst ausprobieren. An einer weiteren Station galt es, mithilfe von Funkgeräten einen Lego-Aufbau nach Anleitung umzusetzen – eine Übung, die Kommunikation und Teamarbeit förderte. Zudem erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Ausstattung und Funktion der beiden Tragen des Krankentransportwagens RK WAL 69/26.
Auch die Feuerwehr Meßkirch beteiligte sich aktiv am Katastrophenschutztag und gestaltete ebenfalls drei Stationen für die Schülerinnen und Schüler.
Hintergrund solcher Aktionstage ist unter anderem die zunehmende Bedeutung des Bevölkerungsschutzes in Deutschland. Spätestens seit der Flutkatastrophe im Ahrtal sowie durch die verstärkte Diskussion um den Zivilschutz rückt das Thema stärker in den Fokus. Ziel ist es, die Resilienz der Bevölkerung zu stärken – also die Fähigkeit, in Ausnahmesituationen ruhig, strukturiert und handlungsfähig zu bleiben.
Der Katastrophenschutztag in Meßkirch zeigte eindrucksvoll, wie praxisnah und altersgerecht wichtige Kenntnisse für den Ernstfall vermittelt werden können