Was für viele Menschen wie eine reine Transportaufgabe erscheinen mag, ist für die Fahrerinnen und Fahrer weit mehr als das: Sie begleiteten jeden Morgen und Mittag Kinder auf einem wichtigen Teil ihres Tages und werden dabei oft zu vertrauten Bezugspersonen. Tag für Tag sind rund 22 Fahrzeuge im gesamten Landkreis unterwegs. Hinter jeder Fahrt verbergen sich individuelle Geschichten, unterschiedliche Bedürfnisse und viele kleine Begegnungen, die den Arbeitsalltag für unsere Kolleginnen uns Kollegen besonders machen.
Dabei bringt die Aufgabe durchaus Herausforderungen mit sich. Es kommt vor, dass eine Fahrerin oder ein Fahrer gleichzeitig für bis zu acht Kinder verantwortlich ist. Jedes Kind benötigt Aufmerksamkeit und hat einen individuellen Unterstützungsbedarf, jedes eine ganz persönliche Art, den Tag zu beginnen. Kein Tag verläuft planbar wie der andere. Mal wird gemeinsam gelacht, mal muss ein aufgeregtes oder müdes Kind beruhigt werden. Die Mitarbeitenden des Fahrdienstes zeigen dabei täglich, worauf es bei ihrer Arbeit akommt: Sie sind einfühlsame Begleiter, sichere Fahrerinnen und Fahrer sowie verlässliche Bezugspersonen. Mit der Zeit entstehen dabei oft persönliche Verbindungen zu den Kindern. Viele freuen sich jeden Schultag aufs Neue, ihr vertrautes DRK-Fahrzeug um die Ecke kommen zu sehen und von "ihrem" Fahrer oder ihrer Fahrerin begrüßt zu werden. Die Eltern und Angehörigen schätzen diese Verlässlichkeit sehr. Dankbar sind sie insbesondere dann, wenn kurzfristige Änderungen berücksichtigt werden müssen oder wenn ihr Kind einmal einen schwierigen Tag hat.
Neben den täglichen Schülerfahrten übernimmt der Fahrdienst auch die Wochenendheimfahrten für die Gäste einer Einrichtung. Alle zwei Wochen werden freitags und sonntags die Fahrten zwischen Wohnort und Einrichtung durchgeführt. Darüber hinaus sorgte das Team mit speziell ausgestatteten Rollstuhlfahrzeugen dafür, dass Seniorinnen und Senioren sicher zur Tagespflege im Haus am Stachus in Meßkirch und wieder nach Hause gelangten.
Das Wissen, dass ihre Kinder, ihr Vater oder ihre Mutter während der Fahrt gut aufgehoben ist und ihnen mit Verständnis begegnet wird, schafft Vertrauen und Sicherheit. Gerade die Mischung aus Verantwortung, menschlicher Nähe und den vielen kleinen, schönen Begegnungen machte diese Aufgabe für die Mitarbeitenden zu etwas ganz Besonderem. Sie leisten jeden Tag einen wichtigen Beitrag zur Mobilität von Kindern und Menschen mit Unterstützungsbedarf.