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DRK-Ehrenamtliche unterstützen Jugendliche Flüchtlinge im Haus Nazareth.

Seit Ende Mai kooperieren DRK und Haus Nazareth bei der Flüchtlingshilfe im Bereich schulischer Unterricht.

Foto: Haus Nazareth

„Die zwei Mädchen hier aus Somalia sind so ambitioniert, sie möchten am liebsten gleich alles lernen“, freut sich Helma Gmeiner. Sie ist eine von rund 30 DRK-Lehrkräften, die in der Erstaufnahme Deutsch, Mathe und Physik unterrichten.

Aufmerksame Schüler sitzen konzentriert über Deutschübungen, aber auch bei den Matheaufgaben lernen sie gleichzeitig die deutschen Begriffe. Kein leichtes Unterfangen, aber die ehrenamtliche Lehrkraft wird von weiteren 10 DRK-Kräften unterstützt.

Zu dieser Kooperation mit dem DRK Kreisverband Sigmaringen kam es, nachdem das Haus Nazareth 16 Flüchtlingsjugendliche im Alter von 16-21 Jahren aufgenommen hatte. Die Jugendlichen warten darauf, hier in Deutschland in die Schule gehen zu dürfen. Um die Wartezeit nicht komplett brach liegen zu lassen, suchte Referatsleiter Martin Ludwig vom Haus Nazareth nach einer geeigneten Möglichkeit und kam auf das DRK zu. „Der Unterricht wird nicht den Schulbesuch ersetzen, aber wir können so die Wartezeit gefühlt verkürzen. Wir danken dem DRK für die schnelle und unkomplizierte Hilfe“, so Martin Ludwig. Das morgendliche Angebot soll eventuell auch durch Nachmittagskurse erweitert werden. „Parallel können wir so auch Erhebungen zum Leistungsniveau der Flüchtlingsjugendlichen machen, um individuell die besten Fördermöglichkeiten zu ermitteln.“

Das Haus Nazareth hat als Jugendhilfeeinrichtung kein Budget für schulischen Bedarf. Die  Zuständigkeit für das Thema Schule liegt beim Landratsamt, hier läuft parallel derzeit auch die Abstimmung für die Beschulung.

Ansprechpartner für das DRK-Angebot ist der Ehrenamtskoordinator für Unterricht, Bernd Dörsam, sowie die Öffentlichkeitsreferentin Alexandra Freund-Gobs.
 

7. Juni 2016 16:25 Uhr. Alter: 4 Jahre