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DRK Fluthilfeehrung in Veringenstadt

Am 14. Juli ehrte der Kreisverband bei einer Feier in der Festhalle Veringenstadt die DRK Helfer der Flutkatastrophe in Veringenstadt 2013. Ebenso wurden neue Führungskräfte ernannt und eine Verpflichtung gefeiert.

Fotos: Fahlbusch

Nahezu alle Bereitschaften vom DRK-Kreisverband Sigmaringen sowie der DRK Kreisverband Zollern-Alb waren im Juni 2013 ein Wochenende lang bei starkem Hochwasser in Veringenstadt rund um die Uhr im Einsatz. Das DRK versorgte Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW mit Essen und Getränken und übernahm die sanitätsdienstliche Absicherung.
Am Donnerstagabend waren nun all diejenigen in die Festhalle Veringenstadt eingeladen, die bei dieser Flut schnell und unbürokratisch geholfen hatten. In diesem feierlichen Rahmen wurden auch neue Führungskräfte ernannt und eine Verpflichtung gefeiert.
DRK Präsident Rolf Vögtle begrüßte die Gäste und erinnerte nochmals an das Geschehen von damals: „Unter der damaligen Kreisbereitschaftsleitung von Mario Rill und seinen beiden Stellvertretern Michael Nill und Frank Steinbrück kamen sofort nach der Alarmierung die DRK Helferinnen und Helfer zum Einsatzort ausgerückt.  Schuld waren auch damals extrem starke Regengüsse, die die Lauchert zum übertreten gebracht und somit den Ortskern überflutet hatten. Etwa 20 Bewohnerinnen und Bewohner mussten vom DRK evakuiert werden, für sie wurde eine Notunterkunft in der Mehrzweckhalle in Veringendorf eingerichtet. Die DRK-Bereitschaft Herbertingen kochte rund 1400 Essen und brachte dieses nach Veringenstadt. Im Feuerwehrhaus wurde eine Verpflegungsstätte eingerichtet. Ebenfalls im Einsatz war das Kreisauskunftsbüro. Besonders spektakulär gestaltete sich dann ein weiterer Einsatz vor Ort: Zwei pflegebedürftige Bewohner mussten mit dem KTWB vorübergehend in Pflegeheime untergebracht werden, was eine logistische Herausforderung darstellte.“
Auch der diesjährige Sommer hat nun schon etliche Unwetter und Flutkatastrophen mit sich gebracht, daher sei die Ehrung der Fluthelfer laut Vögtle aktueller denn je: „Auch Sie wurden sicherlich im Laufe der letzten zwei Monate immer wieder daran erinnert, wie es 2013 in Veringenstadt aussah, wenn Sie die Bilder und Berichte in den aktuellen Medien verfolgen, die vor allem Orte in Bayern und Baden-Württemberg trafen, wie zum Beispiel Bilder aus Braunsberg. Es macht deutlich, wie wichtig Ihr Einsatz 2013 war und wie dankbar wir sind, dass es Sie gibt und dass Sie alle mitgeholfen haben. Da kann unsere Ehrung heute Abend nur eine kleine, aber sehr wichtige Geste sein. Wir möchten Sie alle, meine lieben Rotkreuzler, dafür ehren, dass Sie da waren für eine Stadt in der Not, für ihre Bewohner und für die Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW.“
Auch Bürgermeister Armin Christ würdigte die Helfer von 2013 mit dankenden Worten. „Schön, dass ich Sie heute so entspannt begrüßen darf. Damals waren wir nicht entspannt. Und ich danke dafür, dass Sie uns damals so geholfen haben und auch dafür, dass Sie unsere Feuerwehr verpflegt haben. Aus diesem Grunde verpflegt bei der Feier heute die Feuerwehr Sie.“ Dass das Geschehen den Menschen aus Veringenstadt immer noch in den Knochen steckt, war auch der bewegenden Ansprache von Christ anzumerken: „Noch heute werden die Menschen hier bei Starkregen wach und unruhig.“
Die Namen aller Fluthelfer wurden von der stellvertretenden Kreisbereitschaftsleiterin Anja Mezger verlesen, die anwesenden erhielten von DRK Kreisverbandspräsident Rolf Vögtle und Kreisbereitschaftsleiterin Alexandra Warne eine Urkunde sowie eine extra für diesen Anlass hergestellte Anstecknadel.

Ebenso in diesem feierlichen Rahmen fanden dann die diesjährigen Ernennungen der neuen Führungskräfte statt. Hier kam zu Vögtle und Warne der stellvertretende Landesbereitschaftsleiter Dr. Klaus Schliz auf die Bühne: „Es ist mutig von Ihnen, dass Sie sich als Führungskräfte ausbilden haben lassen. Denn in Anbetracht dessen, dass die Unwetterlagen zu nehmen, wissen wir alle, dass Sie damit große Verantwortung übernehmen. Und dafür danken wir Ihnen ganz besonders auch im Namen des Landesverbandes.“

Auch eine Verpflichtung stand am Donnerstag auf dem Programm. Alexandra Warne wies hier auf den besonderen Umstand der DRK-Ausbildung hin: „Was mich extrem freut, sind Verpflichtungen. Denn als Rotkreuzler weiß man, was man investieren muss in die Grundausbildung, um dann damit anderen helfen zu können.“


Gabriel Reiner/Ortsverein Mengen, Ernennung zum Gruppenführer
Harald Kugler/Bereitschaft Hohentengen, Ernennung zum Gruppenführer
Anja Mezger/Bereitschaft Sigmaringen-Jungnau, Ernennung zur Gruppenführerin
Mario Rilli/Ortsverein Herbertingen, Ernennung zum Zugführer
Andreas Beck/Bereitschaft Inzigkofen, Ernennung zum Zugführer
Florian Neuefeind/Ortsverein Mengen, Ernennung zum Zugführer
Andreas Wohszab/Kreisverband Sigmaringen, Ernennung Fernmeldesachbearbeiter
Lukas Rumpel/Kreisverband Sigmaringen, Ernennung Fachberater Funk


Verpflichtung
Christine Schneider/Bereitschaft Sigmaringen-Jungnau

Nicht alle hier genannten waren bei der Veranstaltung und somit auf den Fotos.

15. Juli 2016 11:27 Uhr. Alter: 4 Jahre