Sie sind hier: Aktuell / Aktuelles » 

DRK Bereitschaften üben Ernstfall und bauen Behandlungsplatz auf.

Die Übung ist wichtiger Bestandteil des DRK-Katastrophenschutzes. Sie fand auch in diesem Jahr zeitgleich mit der jährlichen Frühjahrsübung der Feuerwehren im Landkreis statt, um hier die Zusammenarbeit zu üben.

Ein Zugunglück wie das im bayrischen Bad Aibling stellt Rettungskräfte vor große Herausforderungen. Keiner wünscht sich so eine Situation, aber wenn sie da ist, hilft es, wenn die Einsatzkräfte Hand in Hand agieren können und die Abläufe im Griff haben. Aus diesem Grund übten die DRK Bereitschaften aus dem Kreis Sigmaringen gemeinsam mit einer DRK Bereitschaft aus dem Zollern Alb Kreis und Einsatzkräften der Malteser am Samstag, den 2. April den Aufbau und die Versorgung eines Behandlungsplatzes 25 auf dem Truppenübungsplatz in Stetten am kalten Markt.

Einsatzleiter der Feuerwehren waren für den Kreis Sigmaringen Kreisbrandmeister Hack und für den Zollern Alb Kreis Kreisbrandmeister Herrmann. DRK-Zugführer Lukas Rumpel hielt als Hospitant von DRK-Zugführer Armin Reck seitens DRK unter Gesamtübungsverantwortung der Kreisbereitschaftsleiterin Alexandra Warne die Fäden zusammen. Hospitantin war auch deren Stellvertreterin Anja Mezger. Für die Verpflegung der Helfer sorgten die Herbertinger und Bad Saulgauer Bereitschaften mit dem Herbertinger Bereitschaftsleiter Mario Rilli.   

An der Übung waren dieses Jahr 87 Helfer beteiligt. Simuliert wurde die Situation eines Zugunglücks sowie die eines abgestürzten Hubschraubers mit zahlreichen Verletzten. Ein Behandlungsplatz 25 wird in der Regel bei größeren Katastrophen eingerichtet und ist ausgerichtet für die Behandlung von 25 verletzten Personen. Da hier kreisweit Kräfte zusammengezogen werden müssen, ist ein Vorlauf von rund zwei Stunden bis zum Einfinden am Einsatzort und Aufbau mit eingeplant. Während dieser Zeit müssen die vor Ort ansässigen Einsatzkräfte Ersthilfe leisten. Der Katastrophenschutz sieht aus diesem Grund auch vor, dass im Ernstfall für einen Behandlungsplatz die Einsatzkräfte aus dem übernächsten Kreis angefordert werden, da die kreiseigenen Kräfte die Ersthilfe übernehmen müssen.
Um ein Szenario möglichst realistisch abzubilden, werden geschminkte Verletzte eingesetzt. Bei der samstäglichen Übung waren dies 19 Helfer.

Der Ablauf sieht vor, dass sich die Einsatzkräfte nach Alarmierung auf einem Sammelpunkt einfinden und dann gemeinsam im Konvoi zum Schadensplatz fahren. Dort werden dann unter Aufsicht der Einsatzleitung die Kräfte eingeteilt und der Behandlungsplatz aufgebaut. Ein Behandlungsplatz besteht aus einem Eingangszelt für die Begutachtung
der Verletzten und aus in vier Kategorien nach Schweregrad der Verletzung eingeteilte Zelte: Schwerverletzte, Verletzte, Sammelplatz für Betroffene, abwartende Behandlung mit Notfallseelsorge. Last not least gibt es ein Ausgangszelt, von wo aus die Verletzten dann in Krankenhäuser überbracht werden. Zudem gibt es das Kreisauskunftsbüro, welches die Daten Betroffener für Angehörige sammelt, um diesen Auskunft zu geben.

 

 

8. April 2016 13:03 Uhr. Alter: 4 Jahre